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ALEX MÜLLER BEENDET WM-SAISON 2011 ALS VIERTER
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11. NOVEMBER 2011 - Beim Finale der GT1-Weltmeisterschaft in Argentinien ging es für Alex Müller in der WM-Abschlusstabelle nochmals einen Platz weiter nach vorne. Auf der malerischen Strecke rund um einen Vulkansee in San Luis fuhr Alex im Aston Martin DBR9 von Young Driver AMR zusammen mit seinem tschechischen Teamkollegen Tomas Enge auf die Plätze fünf und zehn. Die Punkteausbeute in Südamerika reichte aus, damit sich Alex in der Tabelle noch um eine Position verbessern konnte und die FIA GT1 Weltmeisterschaft auf dem starken vierten Gesamtrang beendet.
Nach seinem zweiten Saisonsieg und einen zweiten Platz bei vorletzten GT1 WM-Lauf in Peking musste Alex das Finale in Argentinien mit einem 30 kg Gewichtshandicap in Angriff nehmen. Keine einfache Aufgabe angesichts der immensen Leistungsdichte in der GT1-WM und der 6,2 km langen Strecke, auf der sich in mehreren Bergauf-Passagen das Zusatzgewicht besonders bemerkbar machte. „Die 30 kg Erfolgsballast machen auf dieser Strecke ungefähr 0,6 Sekunden pro Runde aus“, rechnete Alex vor. In freien Training und im Pre-Qualifying ging es mit den Positionen fünf und zehn dann schon vielversprechend los, im Qualifying verpassten Alex und Tomas als Neunte nur knapp den Einzug in das finale dritte Segment des dreigeteilten Zeittrainings. Nachdem ein vor dem Young Driver-Aston Martin qualifizierter Nissan allerdings zurückversetzt wurde, nahm Tomas Enge das Rennen von Startplatz acht aus in Angriff. Enge übergab dann den in den legendären Gulf-Farben lackierten Aston Martin an sechster Stelle liegend an Alex. In der zweiten Rennhälfte machte Alex jagt auf den fünftplatzierten Hexis-Aston Martin und konnte schliesslich mit einem tollen Überholmanöver auf der Start-Ziel-Geraden Platz fünf erobern. „Platz fünf war das Maximale, was wir heute herausholen konnten“, so Alex zufrieden nach dem Rennen. „Denn man darf nicht vergessen, dass wir mit Erfolgsballast starten, und dafür waren unsere Rundenzeiten sehr beachtlich.“

Im finalen Rennen am Sonntag ging es dann für Alex nicht nur um ein gutes Ergebnis zum Saisonende und eine gute Position in der Meisterschaft, sondern auch um die Teamwertung. Denn nachdem das Schwesterauto von Stefan Mücke/Darren Turner nach einem Trainingunfall am Freitag nicht starten konnte, lag es alleine an Alex und Tomas, den Vorsprung von Young Driver AMR in der Teamwertung zu bewahren. Bis zur Rennmitte sah es auch danach aus, als wenn der Plan aufgeht, auch wenn das Rennen für Alex mit einer grossen Schrecksekunden begann. Noch auf der Start-Ziel-Geraden kam es zu einer Startkollision, bei dem ein Nissan den Aston Martin von Alex in die Seite traf und sich Alex bei hoher Geschwindigkeit zwei Mal um die eigene Achse drehte. In einem Musterbeispiel von Fahrzeugbeherrschung fing Alex den kreiselnden Aston Martin wieder ein und konnte nicht nur das Rennen fortsetzen, sondern auch zum Feld aufschließen und die Führung übernehmen!

Kurz nach dem Fahrerwechsel auf Tomas Enge, der weiterhin deutlich in Führung lag, zitierte die Rennleitung den Aston Martin DBR9 aufgrund von Überholen unter gelber Flagge zu Rennbeginn zu einer Durchfahrtsstrafe in die Boxengasse. Durch die Strafe beendete Enge das Rennen auf dem zehnten Rang, damit zerplatze der Traum vom Sieg in der Teamwertung. Mit den Punkten aus dem Qualifying- und Championship Rennen schob sich Alex allerdings noch auf Platz vier in der WM-Tabelle nach vorne. „Die Situation mit den gelben Flaggen zu Rennbeginn war leider sehr unklar“, erklärte Alex nach dem Rennen. „Ich habe weder gelbe Flaggen gesehen, noch ein Safety-Car-Board, das auf den Einsatz eines Safety-Cars hinweist. Da die Situation nicht klar war, habe ich überholt. Im Nachhinein habe ich auf Videobändern gesehen, dass ich eine gelbe Flagge übersehen habe, aber es folgten dann drei Posten, die nichts signalisiert haben und auch das Safety-Car-Board nicht gezeigt haben. Leider wurde von der Rennleitung komplett ignoriert, das nicht nur ich einen Fehler gemacht habe, sondern auch die Signalvergebung nicht einwandfrei war“, ärgerte sich Alex nach dem Rennen. „Rein vom Speed her hätten wir heute locker gewinnen können. Mir tut es leid für das Team, denn die Jungs haben in der ganzen Saison einen tollen Job gemacht, uns immer ein perfektes Auto hingestellt und hätten den Titel in der Teamwertung ganz klar verdient. Nun hoffe ich, das wir im nächsten Jahr nochmals zusammen angreifen werden.“
 
ALEX MÜLLER FEIERT IN CHINA ZWEITEN SAISONSIEG
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12. SEPTEMBER 2011 - Die Tournee der GT1-Weltmeisterschaft nach China fand für Alex Müller nach einem schwierigen Beginn noch ein versöhnliches Ende. Zu den Saisonläufen acht und neun reiste die GT1-Weltmeisterschaft in das Reich der Mitte. In Ordos in der Inneren Mongolei und in Peking fanden gleich zwei Rennen innerhalb von nur einer Woche statt. Während Ordos für Alex keine Reise wert war, fuhr er in Peking zusammen mit Teamkollege Tomas Enge im Aston Martin DBR9 von Young Driver AMR im Qualifying Rennen zum zweiten Saisonsieg und belegte Platz zwei im Championship Rennen.
Das Event auf der für alle Fahrer unbekannten Strecke in Ordos startete für Alex besser als erwartet. Im Pre-Qualifying konnten Alex und Enge mit dem bei den drei letzten Saisonläufen in den in legendären Gulf-Farben lackierten Aston Martin DBR9 die Bestzeit setzen. Anschließend im Qualifying stellte das Young Driver-Duo den DBR9 auf Startplatz sechs und war damit das bestplazierte Aston Martin-Team. Doch am Ende des Qualifyings tauchten Probleme mit dem V12-Motor des britischen Coupés auf und ein Drama nahm seinen Lauf. Das Team wechselte den Motor zum Qualifying Rennen in Rekordzeit, verpasste aber die rechtzeitige Ausfahrt aus der Boxengasse um 15 Sekunden. Damit war der sechste Startplatz futsch und Alex musste das Rennen aus der Boxengasse in Angriff nehmen. Im Rennen stellte sich heraus, dass der Motortausch keine Besserung brachte und der V12 weiter nur auf 11-Zylindern lief. Damit war kein gutes Ergebnis zu holen, auch im Championship Rennen am Tag darauf sollte es kaum besser laufen. Nach wenigen Runden plagten auch Startfahrer Enge wieder Motorprobleme, es fehlte Leistung und am Ende wurde es nichts mit einer Punkteplatzierung. „Das Team hat zwei Tage lang unermüdlich gearbeitet, aber leider den Fehler nicht gefunden. Es war vermutlich kein mechanisches Problem, sondern ein etwas mit der Elektronik“, so Alex.

Nach kurzer Pause von fünf Tagen ging es bereits mit dem Rennen auf der Goldenport-Strecke in Peking in die vorletzte WM-Runde. Das Motorenproblem aus Ordos war zu dem Rennen in der chinesischen Hauptstadt behoben, der DBR9 lief wieder perfekt und schon im freien Training sortierte sich Alex wieder in der Spitzengruppe ein. Im Qualifying stellten Müller/Enge den Aston Martin in die zweite Startreihe auf den dritten Platz. Im Rennen bei schwierigen nassen Bedingungen konnte Startfahrer Alex dann schon kurz nach dem Start die zweite Position übernehmen, nachdem der führende Ford GT sich von der Strecke drehte. Auf Platz zwei liegend brachte Alex den hellblauen Aston Martin an die Box. Nach einem perfekten und ultra-schnellen Boxenstopp ging Teamkollege Tomas Enge in Führung liegend wieder zurück auf die Strecke und stellte schließlich den zweiten Saisonsieg in einem Qualifying Rennen der Saison 2011 sicher.

In das Championship Rennen startete Enge so aus der Pole Position und konnte die Führung in der von einer langen Safety-Car-Phase geprägten ersten Rennhälfte bis zum Fahrerwechsel halten. Der Boxenstopp brachte dann die Entscheidung. Das Young Driver-Schwesterauto von Turner/Mücke wurde beim Boxenstopp 2,6 Sekunden schneller abgefertigt als Müller/Enge. Alex musste sich so in der zweiten Rennhälfte auf Platz zwei einordnen und brachte den Aston Martin bei überaus schwierigen Streckenbedingungen auch auf Platz zwei ins Ziel. Bei noch einem ausstehenden WM-Lauf Anfang November in Argentinien liegt Alex weiterhin auf Rang fünf der Fahrerwertung, allerdings nur einen Punkt hinter den dritt- und viertplatzierten.

„Das Qualifying Rennen war super, über Platz zwei im Championship Rennen bin ich natürlich etwas enttäuscht. Wir haben aber heute als Fahrer und als Team einen perfekten Job gemacht. Bei diesen schwierigen Bedingungen kommt es in erster Linie auf den Fahrer an und wir haben gesehen, dass viele unserer Konkurrenten Fehler gemacht haben und im Kies gelandet sind. Wir haben hinter unseren Teamkollegen einen Doppelsieg perfekt gemacht, alle vier Fahrer haben sich keine Fehler erlaubt. Für das Team freut es mich am meisten. Das Team hat uns nach viel Pech in Ordos für das Rennen in Peking ein absolut perfektes Auto hingestellt und gemeinsam mit unserem Team gewinnen und verlieren wir. Für das WM-Finale in Argentinien gibt es jetzt ein klares Ziel: Mit zwei guten Ergebnissen noch den dritten WM-Rang sichern.“
 
ERFOLGREICHES WM-WOCHENENDE
19. JULI 2011 - Die Achterbahnfahrt von Alex Müller in der GT1-Weltmeisterschaft setzte sich bei der siebten WM-Runde auf dem Paul Ricard HTTT (High Tech Test Track) in Le Castellet/Frankreich fort – diesmal allerdings im positiven Sinne. Nach einem Wochenende zum Vergessen beim letzten Rennen in Spanien kämpfte Alex in Südfrankreich mit dem Aston Martin DBR9 von Young Driver AMR wieder an vorderster Front. Ein zweiter Platz im Qualifying Rennen und ein Podiumsplatz im Championship Rennen war die erfolgreiche Ausbeute auf der
Strecke bei Marseille. In der Fahrerwertung der WM schaffte Alex den Sprung auf Platz fünf.

Das Alex mit dem 600PS starken Aston Martin auf der 5,8 km langen Strecke an der Cote d´Azur so schnell unterwegs sein sollte, war eine kleine Überraschung. Was zweifelsfrei nicht am Fahrkönnen von Alex lag, sondern am Aston Martin DBR9. Denn der tat sich auf der ehemaligen Formel 1-Strecke in der Vergangenheit immer recht schwer. Doch schon in den Trainings lief es für Alex und Teamkollege Tomas Enge gut. Noch besser lief es dann im Zeittraining. Alex fuhr das am härtesten umkämpfte, das anspruchsvolle zweite Qualifying-Segment, und brachte den weiss-grauen-Aston Martin mit der viertschnellsten Zeit mühelos in das finale dritte Segment. Das Q3 beendete Teamkollege Enge dann schließlich auf Platz drei. Damit startete Alex hinter zwei Nissan aus der zweiten Startreihe in das Qualifying Rennen. „Wir hätten nicht erwartet, dass es für uns schon im Qualifying so gut läuft und wir hätten auch gedacht, dass wir auf dieser Strecke mehr Probleme haben“, so Alex nach dem Qualifying. „Das Auto war im Training sehr konstant. Ich hoffe damit ist an diesem Wochenende wieder ein Podiumsplatz möglich.“

Im Qualifying Rennen setzte Alex dann sofort nach dem Start die beiden führenden Nissan GT-R unter Druck und hielt sich bis zum Fahrerwechsel in Schlagdistanz zu den beiden Spitzenreitern. In der zweiten Rennhälfte lag Teamkollege Enge weiterhin an der zweiten Position und kämpfte sich mit einem spektakulären Manöver in der letzten Runde auf Platz zwei nach vorne. „Ich hatte einen sehr guten Start und wir hatten im Rennen ein schnelles und sehr konstantes Auto“, berichtete Alex. „Nach wenigen Runden gab es eine Safety-Car-Phase, daher war das Rennen trotz der Temperaturen von knapp 30 Grad nicht ganz so anstrengend. Wir hatten dann einen guten und schnellen Boxenstopp. Das Überholmanöver von Tomas war große Klasse und hat uns auf Platz zwei gebracht.“

Im Championship Rennen am Sonntag nutzte Enge den Startplatz aus der ersten Reihe und setzte sich sofort hinter den von der Pole-Position gestarteten Nissan. Nach dem Fahrerwechsel kam es zum Platztausch zwischen den beiden Young Driver AMR-Aston Martin DBR9. Durch einen rund 1,5 Sekunden schnelleren Boxenstopp und bedingt durch einen etwas frischeren Satz Reifen konnte sich Darren Turner nach dem Fahrerwechsel vor Alex auf Platz setzen. Alex verteidigte schließlich in der zweiten Rennhälfte den dritten Platz gegen die Attacken eines Ford GT und eines Nissan GT-R und sicherte sich und Teamkollege Enge den dritten Podiumsplatz der Saison. „Die Boxenmannschaft von unserem Schwesterauto hat heute einen Hauch schneller gearbeitet als unsere Crew. Aber solange der Platzwechsel im Team bleibt, kann ich gut damit leben. Ich hatte tolle Zweikämpfe im Rennen, allerdings waren die Streckenverhältnisse im Championship Rennen anders, als wir das in den Tagen zuvor erlebt haben. Es war wesentlich kühler und zum Teil sehr bewölkt, das hatte große Auswirkungen auf die Strecke. Wir hatten so etwas mit der Fahrwerksabstimmung zu kämpfen und ich hatte zum Rennende starkes Übersteuern. Ich konnte aber dennoch den dritten Platz in das Ziel bringen. Damit haben wir unser Punktekonto an diesem Wochenende sehr gut aufgefüllt und müssen beim nächsten Rennen in China nicht ganz so viel Erfolgsgewicht zuladen.“

Durch die satte Ausbeute von 21 Punkten auf dem Paul Ricard HTTT rückt Alex in der Fahrerwertung der WM bei drei noch ausstehenden Rennen auf Rang fünf vor. Die nächsten beiden WM-Läufe finden an den ersten beiden Septemberwochenenden in China, in Ordos und in Peking, statt.
 
HERAUSFORDERUNG FÜR ALEX MÜLLER IN SPANIEN
05. JULI 2011 - Ohne Punkte musste Alex Müller enttäuscht die Heimreise vom Rennen der GT1-Weltmeisterschaft in Spanien antreten. Nach einem vielversprechenden Wochenende vier Wochen zuvor in Silverstone mit einem Sieg und einem zweiten Platz holte Alex die Pechsträhne aus der ersten Saisonhälfte in Spanien wieder ein. Ein 13. Platz in einem alles andere als problemfreien Championship Rennen war das einzig zählbare Resultat in Navarra im Nordosten von Spanien.
Es war bereits im Vorfeld klar, dass die Strecke im Baskenland hartes Brot für die Aston Martin DBR9 werden sollte. Zu langsam und zu eng ist der knapp vier Kilometer lange Kurs zwischen Logroño und Pamplona, dazu kam noch sengende Hitze bei Temperaturen jenseits von 35 Grad. Nach dem Erfolg zuletzt in England mussten Alex und Teamkollege Tomas Enge auch noch Erfolgsballast in den Aston Martin DBR9 von Young Driver AMR laden, was die beiden Rennen nicht einfacher machte.

Im Qualifying landete Alex auf Platz 12 und machte sich dank einer guten Strategie Hoffnung auf ein gutes Ergebnis im Qualifying Rennen. Im Rennen ging es dann für Alex gleich nach dem Start einige Plätze nach vorne, bevor der Aston Martin-V12 Temperaturprobleme bekam und Alex mit weniger Motorleistung auskommen musste. Ein Problem beim Boxenstopp machte dann die soeben erkämpften Positionen zu Nichte. Als der Motor in der zweiten Rennhälfte wieder Temperaturprobleme meldete, entschied das Team den Aston Martin abzustellen, um das Auto für das wichtigere Championship Rennen zu schonen.

Im Championship Rennen gab es schon zu Beginn einen Rückschlag, als Startfahrer Tomas Enge nach einem Kontakt mit einem Nissan in der Startrunde eine Durchfahrtsstrafe erhielt. Und wenn man schon kein Glück hat, kommt meist auch noch Pech dazu. Denn wenige Runden später zwang ein Reifenschaden Enge abermals an die Box. Nach dem Fahrerwechsel machte sich Alex auf die fast aussichtslose Jagd und beendete das Rennen schließlich auf Platz 13.

„Navarra ist definitiv nicht unsere Strecke, aber wir hätten schon etwas besser damit klarkommen müssen“, so Alex kritisch nach dem Rennen. „Wir hatten in beiden Rennen einige kleinere Dinge, die schief gelaufen sind. Das hat uns um ein gutes Ergebnis gebracht. Es wäre für uns hier nicht zuletzt auch aufgrund unseres Zusatzgewichtes möglich gewesen ganz vorne zu fahren, aber wir hatten die Chance unser Punktekonto aufzustocken. Die Durchfahrtsstrafe im Championship Rennen gegen Tomas fand ich nicht angemessen. Es war eigentlich eine Kettenreaktion und ein normaler Zwischenfall am Start, das kann passieren. Ich dachte wir hätten unser soll an Pech endlich aufgebraucht, nachdem es in Silverstone so gut für uns lief, aber hier hat das Pech wieder voll zugeschlagen. Nun blicke ich auf das nächste Rennen in Frankreich in zwei Wochen und hoffe, dass wir dort mit zwei sauberen Rennen gut punkten werden.“
 
ALEX FEIERT ERSTEN WM-SIEG IN SILVERSTONE
07. JUNI 2011 - Der Ausflug zum Gastspiel der FIA GT1-Weltmeisterschaft nach Silverstone hat sich für Alex Müller gelohnt. Im Aston Martin DBR9 von Young Driver AMR feierte Alex gemeinsam mit Teamkollege Tomas Enge im Qualifying Rennen seinen ersten WM-Sieg und beendete das Championship Rennen auf dem zweiten Platz.

Nach viel Pech in den letzten Rennen lief in England endlich wieder alles rund für Alex. Am Ende brachte die fünfte WM-Runde nicht nur den ersten Sieg, sondern auch die zweite
Podiumsplatzierung in der laufenden Saison. Schon im Qualifying zeichnet sich ab, dass mit Alex und Teamkollege Enge in Silverstone beim Rennen um die begehrte „Tourist Trophy“, der ältesten Trophäe im Motorsport, zu rechnen sein wird. Alex steuerte den Aston Martin DBR9 im hart umkämpften Qualifying 2-Segment, dem schwersten Teil des dreigeteilten Zeittrainings, und brachte den DBR9 mühelos in die finale Q3-Runde. Im Q3 qualifizierte Enge den Aston Martin mit der Startnummer sieben mit der drittschnellsten Zeit für einen Startplatz in der zweiten Startreihe und sorgte so für eine hervorragende Ausgangsposition.

Die gute Startposition wusste Alex dann im Qualifying Rennen umzusetzen. Schon in der ersten Runde eroberte Alex die zweite Position und machte Jagd auf den führenden Nissan. Alex setzte den Nissan-Piloten mit mehreren Attacken unter Druck, fand aber an dem japanischen Sportwagen keinen Weg vorbei. „Der Nissan ist aerodynamisch wie ein Panzer und erzeugt durch seine große Stirnfläche ein enormes Loch in der Luft,“ erklärte Alex nach dem Rennen. „Jedes Mal, wenn ich ihm zu Nahe kam, hat das die Aerodynamik unseres Autos sehr stark beeinflusst. Ich habe mich dann darauf konzentriert das Auto für Tomas zu schonen.“ Den Ausschlag zum Rennsieg gab ein perfekter Boxenstopp der Young Driver-Boxencrew. Nach einem der schnellsten Boxenstopps im Rennen ging Enge in Führung liegend wieder zurück auf die Strecke und stellte schließlich den Sieg sicher. „Ich hatte einen sehr guten Start und konnte schon in der ersten Kurve an die zweite Stelle vorfahren. Beim Boxenstopp haben unsere Jungs einen phänomenalen Job gemacht. Ohne den tollen Boxenstopp unserer Boxencrew wäre der Sieg heute nicht möglich gewesen, denn auf der Strecke wären wir kaum am Nissan vorbeigekommen.“

Nach dem Sieg im Qualifying Rennen startete Tomas Enge von der Pole Position in das Championship Rennen. Von der Pole Position übernahm der Tscheche die Führung und hielt den Young Driver AMR-Aston Martin DBR9 bis zur Rennmitte an der Spitze. Beim Boxenstopp agierte allerdings Nissan einen Hauch schneller als Young Driver AMR. Alex ging als Zweiter zurück auf die Strecke und eröffnete sofort die Jagd auf den führenden Nissan. In einem packenden und spektakulären Duell begeisterte Alex die Fans mit mehreren Attacken auf den Nissan. Am Ende sah Alex die schwarz-weiß-karierte Flagge mit lediglich 0,2 Sekunden Rückstand. „Tomas hatte einen guten Start und wir hatten ein sehr schnelles Auto. Das Qualifying Rennen haben wir beim Boxenstopp gewonnen. Im Championship Rennen haben wir eine Position in der Box verloren, so ist halt Rennsport. Anschließend habe ich wirklich alles probiert und ich hatte ein hartes, aber sehr faires Duell mit Lucas Luhr. Nach viel Pech in den letzten Rennen konnten wir nun wieder ein gutes Ergebnis für unser Auto und für das Team einfahren. An den beiden letzten Wochenenden hatten unsere Mechaniker viel Arbeit mit unserem Auto. Es freut mich, dass wir sie an diesem Wochenende mit einem Sieg und einem zweiten Platz belohnen konnten. Sicherlich hätten wir auch im Championship Rennen gerne gewonnen. Aber die Punkte, die wir an diesem Wochenende gesammelt haben, sind sehr wichtig für die Meisterschaft. Zur Saisonhalbzeit liegt Alex nun auf dem sechsten Rang in der Fahrerwertung. Das nächste Rennen findet von 1. bis 3. Juli in Navarra in Nordspanien statt.
 
PECH IN PORTUGAL UND SACHSEN
18. MAI 2011 - Sieben Tage, vier Rennen, Ärger mit der Technik und zwei Mal von Konkurrenten abgeschossen: So lautet das wenig erfreuliche Fazit von Alex Müller nach den beiden Rennen der GT1-Weltmeisterschaft in Portimão/Portugal und dem Heimspiel auf dem Sachsenring bei Chemnitz.

In Portugal haderte Alex mit dem Fahrverhalten seines Young Driver AMR-Aston Martin DBR9. „Wir haben mit einem starken Übersteuern zu kämpfen und dafür noch keine Lösung gefunden“, sagte Alex nach dem Training in Portugal. Das Qualifying Rennen in Portimão
sollte über die Fahrwerksprobleme auch keinen weiteren Aufschluss geben, denn bereits in der dritten Kurve wurde Alex von einem Konkurrenten abgeschossen und musste das Rennen mit beschädigter Radaufhängung vorzeitig beenden.

„Ich hatte Glück eine Kollision in der ersten Kurve zu vermeiden. Aber dann wurde ich in der dritten Kurve von einem MarcVDS-Ford GT angeschoben, war zwischen zwei anderen Fahrzeugen eingeklemmt und wurde so in einen Lamborghini geschoben, der sich vor mir gedreht hatte,“ erklärte Alex den Zwischenfall. Durch den frühen Ausfall im Qualifying Rennen mussten Alex und Teamkollege Tomas Enge in dem Championship Rennen von ganz hinten starten. Nach dem unverschuldeten Unfall am Samstag spielte dann im Championship Rennen am Sonntag die Technik Alex einen Streich. Der Keilriemen der Lichtmaschine hatte sich in der ersten Rennhälfte gelöst, die Batteriespannung fiel stark ab. „Ich weiß gar nicht, wie ich es geschafft habe, den Motor nach dem Fahrerwechsel wieder zu starten, da die Batteriespannung extrem niedrig war. Als ich aus der Box gefahren bin, gingen die Probleme weiter. Die Servolenkung funktionierte nicht mehr und ich hatte Fehlzündungen. Daher musste ich das Rennen vorzeitig beenden. Portugal war in diesem Jahr für uns leider keine Reise wert“, lautete das Fazit von Alex nach dem dritten WM-Lauf.

Schon am darauf folgenden Wochenende stand der nächste WM-Lauf, das Heimspiel von Alex und dem Young Driver AMR-Team auf dem Sachsenring an. Die Pechsträhne von Alex sollte in Sachsen anhalten. Im Training lief es allerdings wesentlich besser als in Portugal, das liess Alex optimistisch in das Qualifying Rennen starten. Im Qualifying Rennen lag Alex auf dem guten fünften Platz, als er von einem Ford GT umgedreht wurde und das Rennen gemeinsam mit Tomas Enge schließlich als Zehnter beendete.

„Ich hatte einen sehr guten Start und war anschließend schneller als ein vor mir liegender Nissan. Ich kam aber nicht vorbei, da die Aerodynamik nicht mehr gut war, wenn ich direkt hinter ihm lag. Über das Manöver von dem Ford, der mich umgedreht hat, bin ich sehr enttäuscht. Das er es nötig hat mich umzudrehen, und es mit der Brechstange versucht, ist sehr schwach von dem Fahrer. Ohne den Zwischenfall wäre Platz drei oder vier problemlos möglich gewesen. In das Qualifying Rennen starteten wir vom zehnten Startplatz.“ Doch auch im Championship Rennen sollte Alex wenig Glück haben. Tomas Enge fuhr den Start, nach einem Kontakt mit einem Konkurrenten in der dritten Kurve brach die Felge am Aston Martin, Enge musste das Rennen vorzeitig beendeten.

„Das waren nun zwei Wochenenden zum vergessen“, so Alex vor der Abreise vom Sachsenring. „Das nächste Rennen findet in Silverstone in England statt. Nach zwei sehr enttäuschenden Wochenenden wollen wir dort wieder angreifen. Ich hoffe, dass wir all unser Pech nun aufgebraucht haben. Ich bin überzeugt davon, dass wir in Silverstone um den Sieg fahren können. Die Strecke ist unserem Aston Martin DBR9 wie auf die Karosserie geschneidert. Das Auto war in Silverstone immer schon extrem schnell. Das ist auch kein Wunder, schliesslich wurde der DBR9 auch nur einen Steinwurf weit von Silverstone entfernt gebaut.“
 
PODIUMSPLATZ BEIM HEIMRENNEN
11. APRIL 2011 - Besser kann ein Heimrennen kaum laufen: Bei der belgischen WM-Runde in Zolder, nur gut zwei Stunden von Rees, dem Heimatort von Alex Müller entfernt, fuhr Alex zum ersten Mal in der noch jungen Saison auf das Podium in der GT1-Weltmeisterschaft. Im Qualifying Rennen und auch im Championship Rennen auf der ehemaligen Formel 1-Strecke belegte Alex zusammen mit Teamkollege Tomas Enge im Young Driver AMR-Aston Martin DBR9 zwei Mal den dritten Platz.

Schon im Qualifying zeigte Alex mit einer starken Leistung, dass mit dem weiß-grauen
Aston Martin DBR in Zolder zu rechnen ist. Im dreigeteilten Qualifying fuhr Alex das erste Segment und brachte den Aston Martin mit Platz fünf mühelos eine Runde weiter, im zweiten Segment setzt Teamkollege Enge die Bestzeit. In der finalen Runde der besten Acht kämpfte Alex schließlich um die Pole-Position und verpasste den ersten Startplatz als zweitschnellster nur knapp. Nach einem Vergehen im Training wurde der Aston Martin mit der Startnummer sieben allerdings in der Startaufstellung nach hinten versetzt, Enge startete von der vierten Position in das Qualifying Rennen.

Der Start vom Qualifying Rennen verlief turbulent, Startfahrer Tomas Enge konnte einer Kollision am Start ausweichen und den vierten Platz halten. Auf Platz vier übergab der Tscheche den Aston Martin an Alex, der kurz vor dem Rennende noch eine Position gutmachen konnte und eine Zielankunft auf Platz drei sicherstellt. „Tomas musste am Start kurz durch die Wiese. Daher stand das Lenkrad etwas schief, als ich das Auto übernommen habe und ich hatte mit untersteuern zu kämpfen“, sagte Alex nach dem Rennen. „Im direkten Zweikampf war es daher nicht einfach, denn es war kaum möglich ganz dicht an den Gegner heranzufahren um mich in eine gute Angriffsposition zu bringen.“

In das Championship Rennen am Sonntag bei herrlichem Frühlingswetter startete Alex so vom dritten Startplatz und setzte sofort nach dem Start die Führenden unter Druck. Nach einer Kollision zweier Gegner ging dann allerdings das Safety Car auf die Strecke, das bis knapp vor dem Fahrerwechsel auf der Piste blieb und so weitere Zweikämpfe vereitelte. Nach einem guten Boxenstopp der Young Driver AMR-Boxencrew ging Enge als Dritter wieder auf die Strecke und stellte schließlich den Podiumsplatz sicher.

„Ich muss mich zuerst bei dem Team bedanken, das uns an diesem Wochenende ein sehr gutes Auto vorbereitet hat. Auch die Boxenstopps haben gut funktioniert. Ich hatte einen guten Start mit einem leichten, aber folgenlosen Kontakt und danach ein recht sauberes Rennen. Mit den beiden zweiten Plätzen haben wir an diesem Wochenende 19 Punkte gesammelt, damit liege ich nun auf dem vierten Rang der Fahrerwertung. Wir haben nun drei Rennen in Folge gepunktet. Konstant zu punkten ist in dieser Meisterschaft ganz klar der Schlüssel zum Erfolg. Aufgrund unserer Erfolge müssen wir beim nächsten Rennen 15kg Erfolgsballast zuladen, aber das ist überschaubar. Beim nächsten Rennen in Portugal hoffe ich auch wieder auf einen Podiumsplatz.“
 
PREMIERERENNEN IM GTE-ASTON MARTIN
03. APRIL 2011 - Eine Woche nach dem Auftakt der GT1-Weltmeisterschaft in Abu Dhabi stand für Alex Müller bereits das nächste Rennen auf dem Programm. Auf dem „HTTT Paul Ricard“ in Le Castellet in Frankreich steuerte Alex beim Auftakt der Le Mans Series, den 6-Stunden von Le Castellet, einen Aston Martin Vantage GT2 von Young Driver AMR. Bei einem Test Anfang März auf der selben Strecke hatte Alex bereits Gelegenheit erste Erfahrungen mit dem Aston Martin für die GTE-Klasse (ehemals GT2) zu machen. „Das Rennen in der Le Mans Series ist für uns ein Testeinsatz für die 24h von Le Mans“, erklärte Alex. „Zwar hat das Team derzeit noch keinen Startplatz für das Rennen sicher, wir wollen allerdings in jedem Fall gut vorbereitet sein.
Das Auto ist für das Team Neuland, dazu gibt es in der Le Mans Series wie auch bei den 24h bestimmte Regeln für die Boxenstopps, die man einfach am besten bei einem Testeinsatz lernen kann.“

In den freien Trainings konzentrierte sich die Young Driver-Mannschaft und Alex mit seinen Teamkollegen Tomas Enge und Christoffer Nygaard vor allem darauf, eine gute Rennabstimmung zu finden. In den ersten beiden freien Trainings belegte das weiß-rote, rund 480 PS starke britische Coupé den achten Platz in der GTE-Pro-Klasse. Im dritten freien Training stand schon die zweitschnellste Runde zu Buche. Für eine gute Startposition in das 6-Stunden lange Rennen sorgte schließlich Tomas Enge, der den Aston Martin für den zweiten Startplatz in der hart umkämpften GTE-Pro-Klasse qualifizierte, in der viele Werksfahrer und werksunterstützte Teams von Porsche und Ferrari antreten.

Im 6-Stunden-Rennen am Sonntag fuhr Alex den Start und konnte sich in seinem Stint auch gleich über Führungskilometer freuen. „Obwohl ich zeitweise in Führung lag, war ich mit meinem Stint nicht ganz zufrieden. Man muss in der Le Mans Series mit den Reifen, mit denen auch das Qualifying gefahren wird, in das Rennen starten. Und im Qualifying wurden die Reifen wohl etwas zu stark strapaziert, daher konnte ich nicht wie geplant attackieren. Wir haben dann in der zweiten Safety-Car-Phase nach rund 30 Minuten Renndauer einen frühen Boxenstopp eingelegt. Bei der Ausfahrt wurde ich leider aufgehalten, denn es waren zwei Safety-Cars unterwegs, und ich konnte erst wieder zurück auf die Strecke, nachdem das Zweite durch war. Dadurch haben wir einiges an Zeit verloren. Aber dies sind natürlich genau die Dinge, die man lernen muss und der Grund, warum wir diesen Testeinsatz gefahren sind.“ Zum Ende des Stints konnte Alex dann Führungsluft schnuppern und fuhr noch seine schnellste Runde. „Mit jeder Runde wurde die Strecke schneller, da mehr Gummi auf der Strecke lag und somit mehr Grip vorhanden war.“

In der vierten und fünften Rennstunde kam Alex zum zweiten Mal im Rennen zum Einsatz und lag beständig in den Top Drei. „Mit meinem zweiten Stint war ich dann recht zufrieden, meine Rundenzeiten waren gut.“ Doch aus dem erhofften Podiumsplatz beim Renndebüt des Young Driver AMR-Aston Martin sollte es nichts werden. Rund eine Stunde vor dem Rennende gab es ein technisches Problem mit dem Keilriemen, das bis zum Rennende nicht reparabel war.

„Das Rennen war dennoch sehr gut“, zog Alex dennoch ein positives Fazit. „Wir haben sehr viel über das Auto gelernt und vor allem auch Dinge über Boxenstopps und Rennstrategie. Über das gesamte Wochenende haben wir uns konsequent in jeder Session bis hin zum Rennen gesteigert. Nun müssen wir das Wochenende genau analysieren um zu sehen, in welchen Bereichen wir uns noch verbessern müssen, damit wir noch besser auf den Le Mans-Testtag am Osterwochenende und einen möglichen Start bei den 24h von Le Mans vorbereitet sind.“

Nach dem Rennen in Südfrankreich heißt es für Alex nun schleunigst den Fahreranzug waschen. Schon am nächsten Wochen steht mit dem zweiten Lauf der GT1-Weltmeisterschaft im belgischen Zolder das nächste Rennen im Kalender. „Auf Zolder freue ich mich besonders, denn die Strecke ist nur zwei Stunden von meinem Heimatort entfernt und damit mein Heimspiel. Ich hoffe das mich dort viele Fans aus der Heimat unterstützen.“
 
GUTE PUNKTEAUSBEUTE BELOHNT AUFHOLJAGD IN ABU DHABI
28. MÄRZ 2011 - Alex Müller konnte sich beim ersten Lauf der GT1-Weltmeisterschaft Abu Dhabi (VAE) über einen tollen Einstand bei Young Driver AMR freuen. Im Premierenrennen mit dem Young Driver AMR-Aston Martin DBR9 fuhr Alex gemeinsam mit Teamkollege Tomas Enge auf dem spektakulären Yas Marina Circuit von ganz hinten in einer Aufholjagd auf den sechsten Platz.

Erstmals seit 2009 saß Alex in Abu Dhabi wieder im Aston Martin DBR9. Bei einem freien Test am Mittwoch vor dem Rennen hatte Alex erste Gelegenheit, sich wieder auf den Aston Martin
einschießen. Der in der GT1-Weltmeisterschaft eingesetzte DBR9 unterscheidet sich in einigen Details von der Version, die Alex zuletzt vor zwei Jahren fuhr. „Für das seit dem letzten Jahr gültige Reglement wurde der Aston Martin umgerüstet, unter anderen ist nun am Unterboden eine durchgehende Holzplanke montiert um die Bodenfreiheit zu erhöhen, dazu wurde der Heckflügel verkleinert und die Leistung des V12-Motors reduziert. Der Test war sehr gut um sich wieder an das Auto zu gewöhnen.“

Im freien Training und im Pre-Qualifying gelang Alex zusammen mit Enge ein guter Start in das Wochenende der Saison, der Aston Martin mit der Startnummer sieben konnte sich die Plätze neun und sieben notieren lassen. Beim abends unter Flutlicht ausgetragenen, dreigeteilten Qualifying hatte Alex gleich zwei Einsätze. Im ersten Segment (Q1) fuhr er die achtschnellste Zeit und schaffte damit mühelos den Einzug in Q2, in dem Enge anschließend zweitschnellster war. Damit ebnete Enge seinem Teamkollegen den Weg in das finale Q3, in dem die schnellsten acht Fahrzeuge um die Pole-Position kämpften. Alex stellte den Young Driver-Aston Martin als Vierter in die zweite Startreihe und rückte sogar nach eine Position weiter nach vorne, als der Trainingschnellste nach einem Regelverstoß zurückversetzt wurde. „Ich hatte in meiner schnellsten Runde zwei kleine Fehler, sonst wäre die Zeit sogar noch etwas besser gewesen. Ich habe es dann nochmals mit etwas mehr Gewalt versucht, aber dabei das Auto überfahren. Wir haben uns in den freien Trainings eigentlich darauf konzentriert eine gute Abstimmung für das Rennen herauszufahren, daher ist der Startplatz o.k..

Das Qualifying Rennen startete allerdings mit einer Enttäuschung, bereits in der ersten Kurve schied Startfahrer Enge nach einer Kollision mit einem schwerbeschädigten Fahrzeug aus. Für die Mechaniker von Young Driver AMR begann ein Wettlauf gegen die Zeit um den Aston Martin in weniger als vier Stunden zum Championship Rennen zu reparieren. Der Kraftakt gelang, Alex konnte pünktlich mit dem reparierten Auto in die Startaufstellung fahren, musste das Championship Rennen aber nach dem Ausfall im Qualifying Rennen vom letzten Startplatz aus in Angriff nehmen. Nach einem guten Start konnte Alex bereits in der ersten Runde auf Platz 13 nach vorne fahren, zum Rennhalbzeit übergab er den Aston Martin auf Position elf liegend an Enge. Der Tscheche macht in der zweiten Rennhälfte weitere Positionen gut und beendete das Rennen auf dem sechsten Platz.

„Erst einmal vielen Dank an unsere Mechaniker, die das Auto in Windeseile wieder repariert haben. Mein Start im Championship Race war nicht ganz zu gut. Ich wurde etwas abgeklemmt, kam aber zum Glück heil durch die erste Kurve und konnte noch einige Plätze gutmachen. Ich hatte allerdings etwas Vibrationen im Auto, wir müssen noch analysieren, ob das am Reifen lag, oder eine andere Ursache hatte. Unser Boxenstopp war relativ gut und Tomas konnte schließlich auch noch einige Plätze gewinnen. Mit meiner Leistung am ersten Rennwochenende bei Young Driver bin ich allerdings dennoch nicht ganz zufrieden, ich muss noch etwas an mir arbeiten. Die technischen Änderungen am Aston Martin sind größer als erwartet, dadurch ist das Fahrverhalten schon anders, als ich es gewohnt bin. Aber warten wir mal das nächste Rennen in Zolder ab. Das ist meine Heimstrecke und die lag auch dem Aston Martin in der Vergangenheit immer sehr gut. Für das Rennen in Zolder bin ich nach unserer guten Leistung in Abu Dhabi sehr optimistisch.“
 
PREMIERE IM YOUNG DRIVER-ASTON MARTIN
22. MÄRZ 2011 - Neues Team, neues Glück: Am kommenden Wochenende startet die Motorsportsaison 2011 für Alex Müller in Abu Dhabi beim Saisonauftakt der GT1 Weltmeisterschaft. Nach einigen sporadischen Einsätzen im letzten Jahr für Corvette und Maserati tritt Alex nun bei allen zehn Rennen im Aston Martin DBR9 von Young Driver AMR in der GT1-WM an. Mit der GT1-WM reist Alex in diesem Jahr nicht nur in die Vereinigten Arabischen Emirate, es stehen neben Rennen in Europa auch Veranstaltungen in China, Brasilien und Argentinien im Kalender. Vom 13. bis. 15. Mai ist die GT1-WM auf dem Sachsenring bei
Chemnitz zu Gast.

Erstmals seit zwei Jahren ist Alex im Young Driver-Team wieder zurück im Cockpit eines Aston Martin DBR9, mit dem er schon 2008 in der FIA GT und 2009 in der Le Mans Series sowie den 24h von Le Mans unterwegs war. „Ich freue mich wirklich sehr, dass mir Hardy Fischer, der Teamchef von Young Driver AMR, für diese Saison eines seiner Autos angeboten hat. Young Driver ist absolutes Topteam und hat im letzten Jahr drei Rennen in der WM gewonnen. Meine ersten Eindrücke vom Team sind sehr positiv, die Atmosphäre ist Klasse und ich bin dort toll aufgenommen worden.“

Aufgrund des sehr engen Zeitplans vor dem Saisonbeginn waren Tests nicht mehr möglich, Alex baut für den WM-Auftakt auf seine Erfahrung mit dem Aston Martin. „Ich kenne das Auto ja bereits sehr gut. Zwar wurden mittlerweile einige Änderungen vorgenommen, das habe ich bei einem kurzen Roll-out vor der Verschiffung der Autos zum Saisonauftakt bereits feststellen können. Aber wir haben vor dem ersten Rennen noch einen Testtag in Abu Dhabi. Damit sollte es kein Problem sein, sich wieder auf das Auto einzuschießen.“

Den Aston Martin DBR9 teilt sich Alex mit dem ehemaligen Formel 1-Fahrer Tomas Enge aus Tschechien. „Ich kenne Tomas schon seit einiger Zeit und freue mich darauf, mir mit ihm das Auto zu teilen. Mit Tomas habe ich einen Teamkollegen auf einem gleichen Speed-Niveau. Wir sollten eine sehr ausgeglichene Fahrerpaarung sein. Ich gehe davon aus, das wir es in diesem Jahr gemeinsam schaffen Rennen zu gewinnen.“

Die Strecke in Abu Dhabi, den spektakulären Yas Marina Circuit, kennt Alex bereits aus dem letzten Jahr. „Die Strecke ist sehr schön. Wie sehr sie dem Aston Martin allerdings liegt, ist sehr schwer zu sagen. Ein Vergleich mit dem letzten Jahr fällt schwer, denn gerade zu Saisonbeginn gab es noch einige Differenzen bei der Balance of Performance. Wo wir stehen, werden wir wohl erst nach dem Qualifying sehen. Dazu kommt, dass das Fahrerfeld nochmals hochkarätiger geworden ist, es gibt einige nominell sehr starke Fahrerpaarungen.“

Dennoch bleibt Alex cool und lässt sich vor dem Saisonstart nicht nervös machen. „Wir gehen das erste Rennwochenende ganz entspannt an und setzten uns nicht unter unnötigen Erwartungsdruck. Im Vordergrund steht ganz klar Punkte zu sammeln, die Saison ist schließlich noch sehr lang.“

GT1-WM aus Abu Dhabi im TV:

Das Qualifying Rennen und das Championship Rennen werden live auf Sport1 übertragen.

Samstag, 26. März 10.10. – 11.20 Uhr Qualifying Rennen
Samstag, 26. März 16.50 – 18.00 Uhr Championship Rennen

Beide Rennen, sowie das Qualifying, sind auch im Internet Live-Stream auf der Website www.gt1world.com/gt1tv zu sehen (englischer Kommentar).
 
YOUNG DRIVER TEAMNEWS: ALEX MÜLLER VERSTÄRKT YOUNG DRIVER AMR IN DER GT1-WM
21. FERBUAR 2011 - Fünf Wochen bevor die Startampel beim Auftakt der GT1-Weltmeisterschaft auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi auf Grün schaltet, ist das Fahreraufgebot von Young Driver AMR komplett. Die beiden mehr als 600 PS-starken Aston Martin DBR9 werden in den zehn Läufen der FIA GT1-Weltmeisterschaft von Stefan Mücke (Berlin), Darren Turner (GB) und Tomáš Enge (CZ) gesteuert, als Neuzugang ergänzt Alex Müller (Rees) das Team. Der ehemalige Formel 1-Testfahrer Darren Turner bildet mit Stefan Mücke, dem Champion der Le Mans Series 2009, ein Duo im Aston Martin mit der Startnummer #8.
Der ehemalige Formel 1-Pilot Tomáš Enge teilt sich den zweiten Aston Martin mit der Startnummer #7 mit dem GT1-Spezialisten Alex Müller.

„Ich freue mich sehr, dass wir Stefan (Mücke), Darren (Turner) und Tomáš (Enge) auch für 2011 wieder verpflichten konnten“, so Young Driver AMR-Teamchef Hardy Fischer. „Alle drei Fahrer haben bereits 2010 bewiesen, dass Sie zu den schnellsten Piloten der Meisterschaft zählen. Wir haben in der letzten Saison sehr viel Erfahrung gesammelt und setzen in unserem Fahreraufgebot auf Kontinuität, um diese Erfahrungen umzusetzen. Mit unserer Neuverpflichtung Alex Müller rundet ein enorm schneller Pilot unser Fahreraufgebot ab. Alex bringt viel Erfahrung mit dem Aston Martin DBR9 mit und ist eine tolle Ergänzung für unser Team. Wir werden es in dieser Saison wieder mit starker Konkurrenz zu tun bekommen, aber ich bin mir sicher, dass wir mit diesem Fahrerquartett die besten Chancen auf gute Ergebnisse haben.“

Die Vorbereitungen von Young Driver AMR für den Saisonstart in Arabien sind fast vollständig abgeschlossen. Die beiden Aston Martin DBR9 wurden in den letzten Wochen akribisch auf die neue Saison vorbereit und am vergangenem Samstag auf dem Flughafen Paderborn-Lippstadt einem problemlosen Roll-Out unterzogen. In dieser Woche wird das komplett Material zum Saisonauftakt nach Abu Dhabi verschifft, wo die GT1-WM am 25. März auf dem atemberaubenden Yas Marina Circuit, der Formel 1-Strecke in Abu Dhabi, in die neue Saison startet.